Umfrage zu realistischen Gefechten

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    • @chris579
      Sorry aber ich finde du verallgemeinerst da sehr stark und hilfreich ist das mit Sicherheit. Ich kann dazu und besonders für den deutschen Bereich keine allgemein gültige Aussage machen, aber ich persönlich kenne keinen Clan bei dem aktive oder ehemalige Soldaten in der Leitung sind. Kennen ist für mich da persönlicher Kontakt und "Soldat" bezieht sich da auch auf Leute die mehr als nur z.B. Wehrdienst gemacht haben. Sprich Leute die das faktisch auch als Beruf ausüben oder ausgeübt haben.

      Da sind dann auch solche Aussagen nicht hilfreich:
      Ich möchte dabei sicherlich nicht alle Soldaten, die sich für MilSim begeistern, über einen Kamm scheren. Ich sehe es nur als problematisch an, wenn versucht wird, die Realität auf Arma zu übertragen.
      Nicht wenn man dann noch sehr stark verallgemeinert. Da hätte man sich so eine Aussage auch sparen können. Wir haben bei uns einige aktive und ehemalige Soldaten im Clan. Spielerisch hat das aber keinerlei Auswirkungen bei uns. Die sind auch weder arrogant, rechthaberisch, noch wollen sie eine gewisse Spielweise erzwingen. Nebenbei erwähnt, sind sie aber eine große Hilfe für unsere Modder und es hilft auch gewisse Leute zu filtern. Ich denke wir haben alle irgendwann mal die Erfahrung gemacht, dass ein potentielles neues Mitglied Geschichten auftischt sie nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Durch aktive und ehemalige Soldatem lässt sich in dem Fall oft klären ob man uns schon bei der Bewerbung eine Lügengeschichte auftischen will.

      Ich habe auch schon Clans gesehen mit den gefühlten 100 Seiten Einsatzvorschriften. Ich muss dort aber auch nicht aktiv sein. Bei ArmA passt quasi auf jeden Topf irgendwo auch ein Deckel. Amüsant finde ich es immer wie es dann in der "Realität" im Gameplay aussieht. Da geht dann oft der selbst gesetzte Anspruch weit mit der Realität auseinander. Letztendlich ballern wie halt alle auch nur auf Pixel. Wer gerne eine Einsatzbesprechung im Spiel braucht die zwei Stunden dauert, nur um dann drei Stunden aus einem Busch zu winken, der kann das gerne tun. Nur dann halt ohne mich. Ähnlich sieht es dann für mich auch bei uninspirierten Ballerorgen aus. Wie gesagt, jedem steht es frei ArmA so zu spielen, wie er es für richtig hält.

      Ich glaube auch nicht das die überwiegende Mehrheit der Spieler und Clans "Krieg spielen" will. Es geht da eher um ein Gemeinschaftserlebnis und Teamwork. Wenn es um Clans geht, dann ist man letztendlich auch wegen den Leuten da. Würden z.B. gewisse Leute aus meinem Clan einfach verschwinden, dann würde ich dort auch nicht mehr spielen wollen. Da können die eigenen Mods und Missionen dann noch so toll sein. Es ist und bleibt halt ein Gemeinschaftserlebnis.

      Gerade deshalb finde ich es ehrlich gesagt ziemlich dumm so allgemeine Aussagen zu treffen. Besonders dämlich ist es dann wenn man tausende Spieler über einen Kamm schert, oder z.B. eine Plattform wie ArmA World als "toxic" bezeichnet, nur weil einem die Darstellung mancher Clans persönlich nicht passt.
      3 Commando Brigade


      Realism. Tactics. Fun.

    • Wollte hier eigentlich nichts schreiben, da es eine Diskussion ist die Sie schon aus dem Kern der Frage im Kreis dreht!

      Aber im Endeffekt @Sgt. MeFirst[3CB] gibst Du dir die Antwort selber!

      Sgt. MeFirst[3CB] schrieb:

      Ich habe auch schon Clans gesehen mit den gefühlten 100 Seiten Einsatzvorschriften. Ich muss dort aber auch nicht aktiv sein. Bei ArmA passt quasi auf jeden Topf irgendwo auch ein Deckel. Amüsant finde ich es immer wie es dann in der "Realität" im Gameplay aussieht. Da geht dann oft der selbst gesetzte Anspruch weit mit der Realität auseinander.
      Da es für jeden Clan oder Spieler ein "Selbstbestimmtes Ziel" für die Realitätsnähe gibt, wirst du mit der Frage "Wer behauptet von sich das er am realistischten spielt" keine klare Antwort bekommen.

      Ist wie wenn du deinem Navi sagst: "Bring mich ans Ziel" - und du dies nicht genauer definierst. Keine Adresse oder Hausnummer. Dann wird es dich auch irgendwo hinführen - du musst 100 Einsatzvorschriften lesen und feststellen das es nichts für dich ist!
      Deswegen finde erst deine Vorlieben und Interessen heraus und frage dann in die Community...Gezielte Fragen stellen!

      Denn wie du es selbst erkannt hast passt irgendwo auf jeden Topf auch ein Deckel - außer man ist ein WOK!

      Ich denke das es zu diesem Themam eigentlich keine weiteren Diskussionen bedarf!

      Ohne Meldung...wegtreten!



      P.S.:

      Sgt. MeFirst[3CB] schrieb:

      Kennen ist für mich da persönlicher Kontakt und "Soldat" bezieht sich da auch auf Leute die mehr als nur z.B. Wehrdienst gemacht haben. Sprich Leute die das faktisch auch als Beruf ausüben oder ausgeübt haben.
      *SARKASMUSAN* Was ist denn der Unterschied zwischen einem Berufssoldaten und einem Soldaten der längeren Wehrdienst durchführt hat? Machen diese andere Aufgaben? Haben diese andere Vorschriften? Wer kennt Sie nicht die Zwei-Klassen-Soldaten *grübel* *SARKASMUSAUS*
    • Hallo,

      ich glaube du hast den Thread nicht ganz oder nicht richtig gelesen. Anders kann ich mir deinen Post nicht erklären. Ansonsten dürfte man sehen das ich mitnichten eine Frage in der Hinsicht gestellt hat. Ich habe ein Beispiel genannt, welches ziemlich viele Spieler kennen dürften. Ansonsten habe ich erwähnt das ich es auch oft gesehen habe, dass Anspruch und Realität oft weiter auseinander liegen.

      Wenn wir schon bei sarkastischen Vergleichen sind, dann setze ich auch keinen Azubi im 2-3 Lehrjahr mit einem Gesellen, oder mit einem Meister gleich.

      Ansonsten hättest du ja auch deinen eigenen Ratschlag befolgen können:
      Wollte hier eigentlich nichts schreiben,
      ;)
      3 Commando Brigade


      Realism. Tactics. Fun.

    • Ich habe Dir mal Frage des Themas kopiert! :) Nur so!:

      Anubiswaechter schrieb:

      Welche Gemeinschaften da draußen würden für sich beanspruchen, realistisch zu missionieren?
      Und zwar insb. unter Verzicht auf floskelhafte Einschränkungen à la "... aber der Spielspaß ..."?
      Genau darum dreht sich doch das Thema!? Nur wird es hier keine klare Aussage zu der Frage geben, weil, wie es schon etliche vor mir versucht haben zu erklären: JEDER REALISMUS IN ARMA anders definiert!

      Ich kann Dir ja auch sagen: "Wir spielen sehr realistisch! Ultrarealistisch!" was für einen anderen Clan oder Spieler noch lange nicht ausreichend ist.

      Aber hast du ja selber auch so geschrieben.

      Ich habe auch das Gefühl, dass mit so einer Frage nur ein Keil zwischen die Clans getrieben werden soll. Denn sobald einer sagt unser Clan spielt am realistischten kommt der nächste und behauptet das Gegenteil! Und schon haben wir hier eine tolle Diskussion...welches der beste Clan ist und wer am besten spielt etc.. Das wäre doch auch mal ne tolle Frage...Welcher Clan ist der Beste? Ich denke mal Du weißt selber wie schwer die Frage für dich selber zu beantworten ist, oder? Und genauso ist die Frage von dem Thema.

      Ach ja:

      Sgt. MeFirst[3CB] schrieb:

      Wenn wir schon bei sarkastischen Vergleichen sind, dann setze ich auch keinen Azubi im 2-3 Lehrjahr mit einem Gesellen, oder mit einem Meister gleich.
      Ach ja, ich hatte zu meiner Dienstzeit Mannschafter welche erst einige Monate beim Bund waren und mehr von dem ganzen Verstanden haben als mancher der schon Jahre dabei war. Das Dienstalter ist nicht von den Fähigkeiten abhängig...das einzige was ich gelten lassen würde wären die Erfahrungen...wobei das auch nicht immer stimmt. Ich war mit meinem Zug ein halbes Jahr im Ausland...und da haben wir mehr Erfahrungen gesammelt, als mancher der schon 10 Jahre in der Kaserne stationiert war. Es ist immer die Betrachtungsweise auf ein Thema oder eine Situation. Und ich kenne auch Azubis die machen Ihren meistern was vor. :28_thinking: Rang, Akademischer Grad oder Sonstiges zeigt noch lange nichts über Können, Erfahrungen etc.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rocky83 ()

    • Ich unterteile meine Antwort in zwei Teile, zunächst zum hiesigen Gegenstand und Teil 2 zum Offtopic.


      I. Zur Sache

      Ich fasse die bisherigen Antworten zur Frage mal zusammen:

      Astrell hat geantwortet, die vLehrBrig16.

      MeFirst hat geantwortet, die 3CB, und hat es anhand eines Beispiels im Wesentlichen damit begründet, dass es keinen Respawn gebe, sofortiger Tod möglich sei und es wesentlich weniger Feindkontakte als bei anderen Missionen gebe.

      (Schade, dass Rock83 seinen ersten Beitrag gelöscht hatte; dort stand ursprünglich ebenfalls Hilfreiches drin.)

      nomisum hat geantwortet, dass jedenfalls seine Gruppe dies so nicht für sich beanspruche, und hat es damit begründet, dass es keinen permanenten Tod gebe.

      Ansonsten hat noch Antagon geantwortet, nämlich Gruppe W, und hat dies umfangreich mit zahlreichen eigenen Kriterien und auch mit Beispielen begründet. Er verweist im Wesentlichen darauf, dass viele einzelne realistische Punkte mit den verschiedenen Missionstypen fokussiert werden, weist aber auch darauf hin, dass nicht alles realistisch sei.

      II. Zum Anderweitigen

      @chris579:
      Spoiler anzeigen
      Ich habe nicht gesagt, dass Realismus nicht definiert werden muss, ich habe von Anfang an und wiederholt gesagt, dass es nicht allgemeingültig definiert werden muss. Es wurde schon oft über Themen jahrelang promoviert oder habilitiert, die sehr viel leichter zu beantworten waren als eine solche Frage, was Realismus sei. Nichts desto trotz ist es zwingend erforderlich, dass man sich individuell damit befasst hat und für sich zu einem Ergebnis gekommen ist. Das soll zu Grunde gelegt werden, das schrieb ich aber bereits. Wer sich dennoch an einer objektivierten Definition probieren will, soll das gern –anderswo- tun. Da du es aber selbst mit „mal eine philosophische Frage“ bezeichnet hast, scheinst (das ist eine Frage) du es aber ähnlich zu sehen. Nur wirft das für mich dann wieder die Frage auf: Warum dann überhaupt die Frage nach objektivem Realismus, wenn eine zufriedenstellende Antwort ohnehin keine Aussicht auf Erfolg hätte?!

      Trennung. Zu deinem Beitrag danach:

      Eine Diskussion, auch wenn die hier nicht beabsichtigt war, hat immer das Potenzial Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen. Diese Vielfalt würde ein Gewinn darstellen, wenn man nur allgemein toleranter wäre, und nicht ständig versucht würde, andere zu bekehren – wobei ich dir damit ausdrücklich nicht unterstellen will, dass du andere bekehren willst. Ich muss aber bestreiten, dass mit der Umfrage behauptet wird, dass nur eine realistische Mission „die einzig wahre“ sei. Das wurde weder geschrieben, noch bezweckt.
      Davon abgesehen habe ich an keiner Stelle und mit keinem Wort behauptet, dass wir selbst realistisch vorgehen würden. Dazu fehlen uns, nach unserer Sicht, in vielen Bereichen die Kapazitäten. Davon abgesehen haben wir auch noch andere Kriterien; aber all das spielt für die Ausgangsfrage keine Rolle.


      @MeFirst:
      Spoiler anzeigen
      Dass es tatsächlich zu einer Diskussion verkommen ist, war nicht beabsichtigt, halte aber (m)eine Mitschuld aufgrund der frühen Anmerkungen zu Sharps Beitrag für möglich. Jedenfalls: Es ist das beabsichtigt, was da steht – eine Umfrage. Davon abgesehen ist eine solche (Um-)Frage zulässig. Ein ähnlich gelagertes Beispiel zur Verdeutlichung: Eine repräsentative Umfrage unter der Bevölkerung, ob man mit der Tätigkeit der regierenden Parteien zufrieden ist, ist auch gang und gäbe. Hier wird auch nicht entgegen gehalten, dass man zunächst Kriterien definieren solle. Man stellt auch nicht die Frage um.

      Davon abgesehen wird (insb. bei wissenschaftlichen) Umfragen den befragten Personen zu Beginn der Umfrage häufig mitgeteilt, dass man die Frage so beantworten solle, wie man sie verstehe, auch und insb. dann, wenn sie verwirrend ist, zB. weil augenscheinlich die gleiche Frage mehrfach – aber anders – gestellt wird.

      Der Begriff „clanintern“ bedeutet in dem Zusammenhang „nicht öffentlich“, gemeint sind also nicht öffentliche Missionen. Dass man dennoch in nicht öffentliche Missionen, Einsätze, Übungen etc. pp. zuweilen Einsicht erhält, ist mit einem Blick auf YouTube unproblematisch feststellbar. Manchmal findet man selbst nicht veröffentlichte Filmausschnitte. Ein Blick in öffentlich einsehbare Foren genügt zumeist. Selbst aus einem bloßen Standbild kann man bisweilen sehr viel ableiten, möge man sich bspw. ein Bild vorstellen -mal theoretisch gedacht-, bei dem eine Gruppe deutscher Panzergrenadiere mit MX-Gewehren hantiert. Daraus wird derjenige, der auf authentische Ausrüstung (als ein denkbares Kriterium von Realismus) Wert legt, sehr viel ableiten können.

      Und bevor der Einwand kommt, als Außenstehender könne man vieles nicht beurteilen, weil man das, was man nicht sieht (weil weder aufgenommen oder veröffentlicht, aber doch geschehen), nicht wissen könne, so muss ich dem entgegen halten, dass man auch als Angehöriger einer Gemeinschaft nicht alles wissen kann. Jemand, der erst 2015 zu einer Gemeinschaft stößt, vermag vieles nicht beurteilen können, was 2014 geschehen ist. Selbst als aktuelles Mitglied vermag man etwas nicht absolut zu beurteilen, wenn man mal nicht an einer Mission teilgenommen hat.

      Soweit zur Verdeutlichung. Ergo: Nur weil etwas intern (im oben erklärten Sinne) ist, kann es trotzdem bekannt sein.


      @Slant:
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      Du hast die Frage umgestellt; danach habe ich nicht gefragt. Ich habe gefragt, welche Gemeinschaften [da draußen] würden für sich beanspruchen, realistisch zu missionieren – zzgl. der Einschränkung hinsichtlich des Aber-Spielspaßes, da dieser, wie schon gezeigt, insoweit ohnehin nicht für Realismus spräche.

      Davon abgesehen: Deinen Beispielen, die du unter den Begriff Realismus subsumierst, stimme ich weitestgehend zu.

      Dein bildhafter Vergleich mit dem „LSD Junkies“ ist im Übrigen sehr malerisch und zeigt ebenfalls auf, warum es (zwar zulässig, aber) nicht zweckmäßig ist, eine Frage nach objektivem Realismus zu stellen. Und warum nicht meine Kriterien zu Grunde gelegt werden sollen, habe ich auch bereits erklärt. Ansonsten: Ich suche nicht, denn Suchen impliziert bei den meisten gleichzeitig so etwas wie Haben-Wollen. Und dem ist nicht so. Mir geht es um reine Kenntnis.
    • @Adler | 5.JgKp:
      Spoiler anzeigen
      Ich bin einigermaßen überrascht über
      deine Ausführungen, da ich nicht weiß, ob sie aus Absicht oder aus …
      getätigt wurden. Im Einzelnen:

      1. Zum Video von DanielGaming habe ich wörtlich gesagt:

      „Unabhängig davon ließen sich aber so oder so jeweils Argumente finden, warum etwas realistisch sei oder eben nicht. Beispielhaft mag manch einer meinen, so etwas sei realistisch. Mit Verlaub, ich bekäme bei so etwas akute Bauch- und Kopfschmerzen. Wenn man aber genau hinschauthört, wird man dort (zumindest manchmal) ein "... hier ..., kommen" vernehmen. Damit ist das insoweit zumindest realistischer, als so manch aktuelle Aufnahme des letzten Big TvT, wo nach Lust und Laune im Schwerpunkt mit "von" und "für" gefunkt wird (auch wenn es offizielle Lehrfilme der Bw gibtgab, in denen auch mit von und für gefunkt wurde; nur war das, mit Verlaub, eine andere Epoche) - und dabei beurteile ich das Big TvT mit Abstand als realistischer als viele andere öffentlich zugängliche Events.“

      Zunächst: Im Sachzusammenhang mit der Frage, warum etwas realistisch sei oder nicht, habe ich dies als – für das was ich zeigen will hervorragend passendes – Beispiel gebracht, weil es nämlich zwei Seiten offenbart: Erstens, ja, ich halte das Gezeigte nach wertender Gesamtbetrachtung, also „unterm Strich“ für nicht sehr realistisch. Das habe ich mit „akute Bauch- und Kopfschmerzen“ umschrieben. Scheinbar, wenn du es als, Zitat: „absolutes Negativbeispiel“ beschreibst, scheinst du mit deiner Bewertung ja selbst nicht so weit von mir entfernt zu sein. (Davon ab: Ich weiß weder, wie alt er ist [oder damals war], noch, ob sie wie du sagst „anscheinend das beste aus dem was sie können“ machen. Das kann ich auch gar nicht beurteilen, aber zu Grunde gelegt, dass es so ist: Ist doch schön so! Viele engagieren sich sehr, probieren, machen, versuchen ihren [und derer anderer] Erwartungen gerecht zu werden. Mein Credo ist, dass der Wille entscheidet. Selbst wenn etwas nicht so klappt, wie gewollt, so ist das – IMHO – tausend Mal besser als jemand, der könnte, aber nicht will.] Zweitens habe ich gerade das Beispiel gewählt, weil man, wenn man denn nur mal genau hinsehen und -hören würde, erkennen kann, dass auch in dem Gezeigten Ansätze für Realismus stecken (man lese nur mal tatsächlich das Wörtchen „aber“ in meinen obigen Ausführungen), und habe dies mit einer -unterm Strich- recht realistischen, aber eben in manchen Punkten doch nicht sehr realistischen Mission verglichen. Soviel zum Gesagten.

      Dass du mir aber eine Diskreditierung vorwirfst, ist schon stark. Legt man nichts aus, so legt man was rein, nicht wahr!? Eine Diskreditierung ist das Untergraben des in eine Person oder Sache gesetzten Vertrauens in der Öffentlichkeit, weshalb Personen verleumdet, Geheimnisse verraten oder Gerüchte (also Unwahrheiten) verbreitet werden. Begründe deine Behauptung und zeige, wo ich dies getan habe. Verleumdung ist das Behaupten oder Verbreiten unwahrer Tatsachen, welche die verleumdete Person verächtlich machen oder in der öffentlichen Meinung herabwürdigen sollen. Und jetzt nochmal das lesen, was ich geschrieben habe, und mir dann sagen, was ich neben meiner Meinung an Tatsachen behauptet habe. Ich setze ja nicht voraus, dass jeder genau weiß, was bspw. eine Verleumdung tatbestandlich ist. Aber selbst ein Laie sollte erkennen können, dass ich keine (und vor allem keine unwahren) Tatsachen behauptet habe. Zudem habe ich weder Geheimnisse verraten (wie auch, wenn ich keine Interna von ihm kenne, ja nicht mal sein Alter, was du vorgibst zu kennen), noch Gerüchte gestreut – das Video ist öffentlich, und zwar von ihm selbst öffentlich gemacht. Ich müsste mutmaßen, ob hier nur eine falsche begriffliche Verwendung von „Diskreditierung“ erfolgte oder ob du mir derartiges tatsächlich unterstellen willst.

      2. Zum Sachverstand:

      Allgemein: Meine Vita ist öffentlich und innerhalb von 30 Sekunden abrufbar. Offensichtlich gibt es also zahlreiche Möglichkeiten, Kenntnisse zu erlangen und Fähigkeiten zu üben.

      Speziell: Der Vorwurf, „alles [sei] zusammen gereimt“ ist mindestens so sachlich falsch wie der Vorwurf der Diskreditierung. Ich nutze primär Originalquellen sowie sekundär -also ergänzend- Sekundärquellen, welche auf den Originalquellen basieren. Mit anderen Worten: Dienstvorschriften und Lehrfilme, also Filme die in Ausbildung befindlichen Soldaten zu Ausbildungszwecken selbst vorgeführt werden oder wurden. Allein ein Blick auf YouTube offenbart tausende Filme – ja, nicht hunderte, sondern tausende. Man muss nur mal genau hinsehen. Und tertiär, also erst dann nutze ich gediente Personen, wenn sie von ihren Kenntnissen und/oder Erfahrungen berichten. Und falls dann noch Fragen ungeklärt bleiben, und nur dann, „reime ich mir etwas zusammen“ – und zwar mit gesundem Menschenverstand; mir wurde, im Unterschied zu manch anderem, nicht beigebracht „So ist es!“, sondern „Wie ist es?“.

      Witzig, dass du selbst also gerade OP Libelle vom 27.11.2015 erwähnst; das ist das beste Beispiel für meine Ausführungen. Zwar ist es falsch, dass wie du sagst ich dort bereits angesprengt wurde, denn es waren andere eigene Teile. Von dieser, ich sage mal wohlwollend „Ungenauigkeit“ aber abgesehen: Selbstverständlich war es sachlich falsch, dort reinzufahren. Ich meine, der Zug wurde gegrillt, wie will man das anders bewerten!? Wenn du genau hingehört hättest, hättest du aber gehört, dass ich das an jenem Abend vor versammelter Mannschaft auch gesagt habe. Es war aber nicht sachlich falsch, diesen Entschluss zu treffen. Nur um das zu bewerten, braucht man schon ein paar mehr (Lage-)Informationen. Und in diesem Zusammenhang von einem Führungsmangel zu sprechen, ja, das bestreite ich und zwar ganz entschieden. Wie du vielleicht weißt oder auch nicht gibt es einen Führungsprozess, der nach ganz klaren Regeln die Entscheidungsfindung vorgibt – und am Ende steht ein aufgrund der bekannten und vermuteten Lage und gemäß dem Auftrag zu treffender Entschluss. Ich könnte jetzt im Detail erläutern, dass mir gemeldet wurde, dass eigene Teile vor Ort waren (welche die IED auch bereits rings um sie stehend erkannt hatten, aber eben nicht gemeldet haben), und dass KpChef/Luftaufklärung meldete, der Bereich sei feindfrei – obwohl ausweislich der Nachbesprechung zugegeben wurde, dass man Feindteile aufgeklärt hatte. Warum du das unerwähnt lässt, bleibt fraglich. Auch hier kann ich nur mutmaßen, welche Absicht hinter diesen Auslassungen steht.

      Wer aber ein stumpfes „So ist es!“ anwendet, der wird nie die Frage nach dem Wie stellen, also lohnt sich eine ernsthafte Auswertung mit einem solchen eigentlich nicht. Da du aber Gedienten scheinbar sehr viel mehr Kompetenz zugestehst, als Ungedienten: mehrere Gediente kamen zu Wort und haben unterschiedliche Auffassungen geäußert. Der eine sagte, man hätte da niemals reinfahren dürfen, der andere, Zitat: „das ist völliger Schwachsinn!“, und bei dieser Lage hätte man sofort reinfahren müssen. Und weil du scheinbar auch noch Offizieren generell mehr Kompetenz als Mannschaftern zuschreibst: Derjenige von den beiden, der sagte, es sei Schwachsinn, war der Offizier. Tja, und wenn Aussage gegen Aussage bei (selbst nach deiner Ansicht) kompetenten Personen steht, gibt es klare Regeln, wie damit umzugehen ist. Aber von einem Laien erwarte ich die Kenntnis dieser Regeln nicht.

      Zu der Diskussion Mannschafter und Offiziere und so weiter äußere ich mir dann auch nicht weiter, da mir eine solch simple Betrachtungsweise ehrlich gesagt aufstößt. Aber das wurde glücklicherweise schon ausgelagert. Aber, Adler, in einem Punkt gebe ich dir abschließend Recht, nämlich als dass ich wohl nie Offizier werde. Denn selbst als Major, der ausweislich der gesetzlichen Regelungen mein Einstellungsdienstgrad als SaZ wäre, würde ich aufgrund des damit einhergehenden erheblichen finanziellen Nachteils niemals zur Bundeswehr gehen.
    • @John Weingarten:
      Spoiler anzeigen
      Zu A: Gegen-Gegenfrage: Warum nicht? Ich toleriere, nein ich respektiere sogar jede Form von Erwartungen, die jemand an ein Spiel haben kann. Ich begrüße es sogar und finde Projekte dahingehend auch begrüßenswert. Spontan fällt mir die Geco ein, welche mit ihrem Zweck interessierten Spielern einen – vermutlich – guten Einblick gewährt. Ich begrüße auch, dass es so etwas wie Battlefield, Call of Duty oder dieses Projekt Argo gibt. Ja selbst Altis Life begrüße ich. All das ist aber nicht mein. Ich kann dem rein gar nichts für mich abgewinnen. Warum aber die einen immer die anderen bekehren wollen und umgekehrt, erschließt sich mir nicht wirklich. Um deine Frage also kurz zu beantworten: Realismus ist für mich ein entscheidender Immersionsfaktor, wenn auch nicht der einzige.

      Zu B: Es fällt mir schwer, die Frage nach der moralischen Grundlage zu verstehen. Wenn gemeint ist, ob ein gewisser Sachverstand vorhanden ist, verweise ich auf die Antwort zu Adler oben. Davon abgesehen: Muss man im Krieg gewesen sein, um militärische Grundlagen zu kennen? So betrachtet müssten die Zivilisten z.B. in Aleppo und Kobane wahre Meister des Kriegshandwerks sein. Kurzgesagt: Ich behaupte also, man muss nicht im Krieg gewesen sein. Aber noch eine Anekdote, die mir ein in Afghanistan eingesetzter OSG Jahre später erzählte: „Von so etwas wie einem LAD habe ich noch nie gehört.“ Und ein Offizier sagte mal: „Stoßtrupp? Noch nie davon gehört.“ – und das obwohl (infanteristische) Kampftruppe.

      Abschließend: Ich finde ArmA 3 mit all den denkbaren Modifikationen nicht abschreckend genug, wenn ich teilweise mit ansehen muss, was so manch einer in einer Mission alles anstellt …


      @all
      Mittlerweile wurde von
      vielen verschiedenen Leuten, teilweise auch wiederholend, festgestellt,
      dass jeder einzelne Realismus in ArmA 3 anders definiert. Es ist schön
      zu sehen, wie sich die Erkenntnis langsam durchsetzt, dass eine
      allgemeingültige Definition weder gefunden werden braucht, noch gefunden
      werden kann.

      Aufgrund der widerstreitenden Beiträge von MeFirst und Rocky83 (hinsichtlich Anspruch vs. Realität) bin ich zu folgender Überlegung gelangt, wie man die ursprüngliche und so nach wie vor beabsichtigte Ausgangsfrage auch anders hätte formulieren können, nämlich:

      Welche Gemeinschaften haben den Anspruch an realistische Missionen?

      Möglicherweise kann man auch fragen:

      Welche Gemeinschaften haben den Anspruch an nach ihrer Sicht realistischen Missionen?

      Wobei diese Frage es offen lässt, ob man neben diesem eigenen Anspruch es auch tatsächlich versucht. Insoweit passt die Frage ersatzweise dann doch nicht ganz, aber möglicherweise verdeutlicht sie es. Genau genommen steckt der Fokus auf „Anspruch“ aber auch schon in „beanspruchen“ – wie in der Ausgangsfrage ersichtlich.
    • Es ist und bleibt ein Spiel.

      Wir haben keine Zivilisten die mit uns sprechen.. keine Gegner die um Gnade winseln... ja nichtmal Gegner die vll erschrecken weil man ihnen vor der Nase ne Tür ins Gesicht sprengt.
      Wir haben ABSOLUT KEIN funktionisfähiges und Fehlerfreies Medicsystem in Arma... und so toll die Mods auch sein mögen... wir haben noch immer keine KI Gegner, welche nicht so unglaublich berechenbar ist, dass man jede Mission mit genug Geduld nicht auch mit nem 4 Mann Team schaffen könnte... (Zugegeben allein der letzte Teil wird jetzt viele Missionsbauer provozieren :P )
      Nein mal im Ernst...

      Wer auch immer... ihr wollt es realistisch? Meine Meinung dazu:
      One LIFE ... TVT ...die option mit einem Treffer aus dem Leben gewischt zu werden, Zivilisten von Spielern gespielt.. die das Schlachtfeld beleben... Mehrsprachiger Funkverkehr und eine fähige nicht selbstverliebte OPZ... Waffen die von der "Feindlage" erspielt oder verdient werden müssen... damit diese auch Wert darauf legen die Nummer zu überleben... und dann kommt auch schon der Punkt der es unmöglich gestaltet. Die Leute müssen versuchen sich zu verhalten als wären sie wirklich vor Ort.

      Nur anklicken wer nicht auf sich bezieht... (3 PN´s in 10 minuten Respekt...)
      Spoiler anzeigen
      Wenn jemand denkt er kann etwas.. und bisher nur auf PAppscheiben und dämliche KI geschossen hat... wo der Stress für alle quasi auf die eigene Unfähigkeit beschränkt ist... der soll mal TvT machen mit anderen Teams zusammen und die Unfähigkeit der anderen mit auslöffeln. DANN ENTSTEHT STRESS. Und das ist dann MilSim :) Die Anwendung von LEBEN IN DER LAGE. Adaption der Verhaltensweisen und Analyse der Umgebung. Entscheiden nicht innehalten und aussitzen. Ein entschlossener Gegner...


      Fühlt euch bitte nicht provoziert. Ich spreche niemanden persönlich an... das ist einfach meine Wahrnehmung der letzten Jahre.
      -V!ru$->
      Squadleader [-75th-] RSTB
      Teil der ArmA Warfare Cooperation
      LEAD THE WAY
      _________________________________
      MSgt., Army Special Operations Com., 75th Ranger Regiment, 75th Special Troops Btn., Squadleader Joker

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    • Jetzt sehe ich das ich dich falsch verstanden habe. Dachte du wollst Tipps für Realitätnahr Missionbau und nicht mit der Gemeindeschaft.

      Zu meine Fragen. 1. Wollte ich wissen ob du schon Kriegserfahrung hast um das Gefühl überhaupt zu vermitteln.

      2. Die Moral brauchst du wenn du mehr als ein Aspekt simuliert und das noch gut. Beispiel: ich habe eine Luftangriffe geschiprt auf dem auch Zivile Opfer dazukamen. Über Sound Datein habe die verletzten geschrien, gejammert oder gar die Truppe angegriffen. Ich habe mit der Mission meine Meinung zu große Luftangriffe in übersess paar Leuten gezeigt. Ich bekam für die Realisierung viel gutes Feedback aber auch von Zittern und Angsrgefühel bei paar Leuten. Das habe ich nicht erwarte und eine gewisse Schuld bei mir feststellen musste. Und wenn du ein gutes Kopfkino machst ist die Grafik sowas von egal.

      Was Virus sagt finde ich aber auch sehr interessant. Aber beim TVT achte ich das alles sehr ausgeglichen ist und das ist sowas von null realistisch.
      Grüße
      Airmean J.Weingarten